Panaromablick auf Schloss Burg





Schloss Burg


Geschichte von Schloss Burg

Seit dem 12. Jahrhundert Stammsitz der Grafen von Berg, ist die Höhenburg Schloss Burg - früher Burg Neuenberge - noch heute das Wahrzeichen vom Bergischen Land. Sie wurde von Adolf II. von Berg erbaut.

Nachdem Adolf III. stirbt, wird sie zu Repräsentationszwecken von Engelbert II., Herrscher über die Grafschaft Berg und Erzbischof von Köln, ausgebaut. Der Palas wird mit Rittersaal, Kemenate und Burgkapelle erbaut. Engelbert wird aber nach ein paar Jahren in einem Hinterhalt ermordet....

Nachdem die von Bergs 1348 keine direkten Erben haben, fällt die Grafschaft an Grafen aus Jülich. 1380 werden die Grafen Berg-Jülich in den Herzogenstand erhoben. Zu der Zeit werden die Burgen durch neue Kriegstechniken nutzlos und Düsseldorf wird die neue Residenz des Herzogtums Berg. Danach wurde die Burg nur noch als Jagdschloss und höfischen Festort genutzt. So wurde aus der Burg ein Schloss.

1496 gab es eine Kinderverlobung auf Schloss Burg. Fünf Jahre alt ist Maria von Jülich-Berg, als sie dem sechsjährigen Johann von Kleve-Mark versprochen wird, damit die Herzogtümer vereinigt werden können. Später nimmt Maria als Herzogin-Mutter Schloss Burg als Witwensitz.

Einige Zeit lebte im 16. Jahrhundert auch die spätere 4. Ehefrau Heinrich VIII. von England auf Schloss Burg.

Nach der Schleifung im Dreißigjährigen Krieg und dem Verfall zur Ruine, wurde sie als eine der größten Burgen Westdeutschlands, zwischen 1890 und 1919, wieder aufgebaut. Dabei stürzte der Bergfried ein, wurde aber wieder aufgebaut und ein Brand 1920 im Dachstuhl des Schlosses vernichtete fast alles im Bergischen Museum. Doch der Schlossbauverein Burg an der Wupper beseitigte alle Schäden.

Heute werden Mittelaltermärkte, Burgbelebungen, der Basar der Kunsthandwerker und Ritterspiele durchgeführt. Auch klassische Konzerte, Open Air Events, Krimidinner, Gruselführungen und Fantasy-Conventions werden regelmäßig angeboten.

Unser Eindruck von Schloss Burg

Schon von weitem sieht man den stolzen Bergfried hoch oberhalb der Wupper. Auch wenn Schloss Burg rekonstruiert wurde, beeindruckt ihr Äußeres. Auf dem Weg zum Besucherzentrum muss man drei Tore durchlaufen, dort liegt dann auch der Schlossplatz. Hier finden häufig Open Air Events statt. Geht man jetzt durchs Burgtor, kommt man in die Kernburg.

Ein Besuch im Museum bringt einen zurück ins Mittelalter, wenn man durch die Ahnengalerie, den Rittersaal und die Kemenate schlendert. An den Wänden sind wunderschöne Wandmalereien, auch die Ausstellungsstücke wie Ritterrüstungen oder Kettenhemden beeindrucken einen....

Die über zwei Meter hohe Michael-Statue in der Schlosskapelle ist eine Kopie der Figur des Erzengels Michael, die in der Kölner St. Andreas Kirche steht. Sie ist sehr eindrucksvoll.

Vom Bergfried hat man einen wunderschönen Rundblick in die Umgebung. In den verschiedenen Etagen kann man Videos über die Geschichte des Schlosses und der Familie von Berg anschauen. Von der Unterburg (an der Wupper) kann man mit einer Seilbahn hinauf zum Schloss fahren oder einen etwas steilen Weg hinauf gehen. Auch viele Wanderwege gibt es um das Schloss herum. Die Bewirtung in und um das Schloss herum ist ausgezeichnet. Man sollte unbedingt den Bergischen Zwieback probieren, er darf bei unseren Besuchen jedenfalls nicht fehlen.

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