Schottland Reisebericht






Schottland Reisebericht


Rundreise durch Schottland in 17 Tagen

Auf dieser 17-tägigen Rundreise durch das wunderschöne und wilde Schottland besichtigen wir hauptsächlich Burgen, Kathedralen und Klöster. Allerdings machen wir auch Abstecher in die wunderbare Natur von Schottland und besichtigen das bekannte Eisenbahn Viadukt welches für die Dreharbeiten in den Harry Potter Filmen genutzt wurde.

In diesem Reisebericht listen wir nicht nur unsere sorgfältig ausgewählten Ziele aus, sondern geben auch Feedback zu den einzelnen Stationen. Wer mehr über die einzelnen Burgen und Kathedralen erfahren möchte, kann dem Link zur jeweiligen Seite folgen. Dort sind Informationen zur Geschichte der Burg, Öffnungszeiten, Preise, Bildergalerien, aber auch unser persönlicher Eindruck zu finden. Zudem geben wir in diesem Bericht Tipps zu Unterkünften, Hotels und alternativen Reisezielen.

Explorer Pass: Über 70 historische Standorte werden von Historic Scotland betreut und viele Burgen und Kathedralen werden auf dieser Reise besucht. Der Pass lohnt sich bereits ab dem 3. oder 4. Besuch. Für diese Reise empfehlen wir den 7-tägigen Pass, welcher an 7 beliebigen Tagen innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen benutzt werden kann.

Wann ist die beste Zeit zum Reisen?
Da auf dieser Reise vor allem Burgen, Kirchen und ähnliche Einrichtugen besucht werden, empfehlen wir die Reise im Sommer zu unternehmen. In den Monaten März bis September haben fast alle Einrichtungen länger geöffnet als in der Winterzeit, Oktober bis Februar. So hat man mehr Zeit die Burgen und Kathedralen zu besuchen und bekommt dementsprechend mehr für sein Geld.

Wir empfehlen Schottland mit einem Mietwagen zu bereisen! Bestimmte Städte können auch mit dem Bus erreicht werden, allerdings ist man stark eingeschränkt. Wir haben einen Mietwagen am Flughafen Edinburgh gemietet und dort am Ende der Reise wieder abgegeben.
Spartipp: Mietwagen unbedingt vor der Abreise mieten da man vor Ort oft sehr viel mehr zahlt!

Hinweis für Autofahrer: Die Straßen in Schottland sind nichts für schwache Nerven. Teilweise gibt es Straßen mit einer Steigung von 20% und mehr und zu allem Überfluss sind diese auch noch einspurig. Das heißt, wenn ein anderes Auto entgegen kommt, muss man ausweichen oder steil rückwärts fahren. Einspurige Straßen gibt es generell sehr viele, weshalb man immer vorsichtig fahren sollte. Zudem gibt es Straßen mit steilen Kurven die seitlich kaum oder gar keinen Schutz bieten, neben denen es aber steil abwärts geht.

Tipp vor der Reise: Damit wir auch ohne Internet jedes Ziel finden konnten, haben wir Wales als Offline-Karte in Google Maps heruntergeladen und alle Ziele als markierten Ort (gelbes Sternchen) gespeichert, so sind sie auch offline verfügbar. Für die Navigation haben wir zwar meistens das im Auto eingebaute Navi benutzt, aber einige unbekanntere Ziele mussten wir mit Google Maps ansteuern.

Und noch ein Tipp: Bevor man losfährt sollte man sicherstellen etwas Bargeld dabei zu haben. Vor allem Münzen werden für die Parkautomaten benötigt, welche häufig keine Karten oder Scheine akzeptieren. Auf sehr vielen Parkplätzen, auch direkt vor den Burgen, muss Parkgeld gezahlt werden. Daher ist es wichtig immer ein paar Münzen dabei zu haben.

Die Rundreise beginnt in Edinburgh. Vorab noch zur Autovermietung: Das Mietauto haben wir erst am Abend des 3. Tages abgeholt da ein Auto in Edinburgh eher ungünstig und das öffentliche Verkehrsnetz sehr gut ausgebaut ist. Dafür mussten wir noch einmal zurück zum Flughafen fahren, was mit dem Bus aber kein Problem ist. Das Auto haben wir dann ausserhalb der Stadt auf einem Park & Ride Parkplatz abgestellt und sind mit dem Bus wieder zurück zu unser Hotel gefahren. So spart man sich nicht nur die Kosten für drei Tage sondern auch den Ärger im Stadtverkehr.
Nach der Ankunft im Hotel in Edinburgh blieb uns noch etwas Zeit die Stadt zu erkunden. Wo man auch hinläuft, Edinburgh ist eine wunderschöne Stadt.

Panoramablick auf die Innenstadt von Edinburgh von Calton Hill

Allzu viel Zeit blieb uns an diesem Tag allerdings nicht. Nachdem wir in der Einkaufsstraße Princes Street gestöbert und zu Abend gegessen hatten gingen wir zurück ins Hotel.

Unser Hoteltipp: CityLivein – Edinburgh ist eine teure Stadt. Da wir das Mietauto erst zu einem späteren Zeitpunkt abgeholt haben, waren unsere einzigen Voraussetzungen ein niedriger Preis und Nähe zur Innenstadt. Beides erfüllt das CityLinein, was eigentlich ein Studentenwohnheim ist, aber während der Semesterferien bzw. bei freien Wohnungen auch als Hotel genutzt wird. Die Zimmer sind klein aber komfortabel und bieten auch eine kleine Einbauküche. Frühstück und Zimmerservice gab es allerdings nicht. Edinburgh Castle sowie die Innenstadt sind in 20 Minuten Fußweg zu erreichen.


Der zweite Tag in Edinburgh kann frei geplant werden. Um möglichst vie von der Stadt zu sehen bietet es sich an die roten Sightseeing Busse zu benutzen, mit denen man 24 Stunden lang beliebig oft fahren kann. Außerdem empfehlen wir die Besichtigung des Nelson Monuments auf dem Calton Hill, von wo aus man einen tollen Ausblick auf die Princes Street, die Altstadt und sogar Edinburgh Castle hat. Wer gerne läuft sollte außerdem den Holyrood Park besuchen. Der Park liegt auf einem Hügel auf dessen Spitze sich der Arthur's Seat befindet. Von dort aus hat man ebenfalls einen tollen Ausblick auf ganz Edinburgh. Der Aufstieg dauert ca. 30-40 Minuten und ist stellenweise sehr steil.

Historische Altstadt von Edinburgh

Edinburgh bietet unglaublich viele Möglichkeiten. Unzählige Museen, Theater, Geschäfte und und und. Besonders die kleinen Gassen abseits der Hauptstraßen lohnen sich zu besuchen. Neben gemütlichen Pubs und Cafes sehen sie auch einfach schön aus.


Unser Hauptziel in Edinburgh ist natürlich Edinburgh Castle. Hierfür sollte man sich einige Stunden zur Besichtigung nehmen. Bevor man die Burg erreicht läuft man durch die schöne alte Straße Castlehill. Am Ende befindet sich der Eingang zur Burg. Mehr Infos zur der Burg finden Sie auf unserer Webseite zu Edinburgh Castle.

Explorer Pass: Edinburgh Castle ist im Explorer Pass enthalten. Der Eintritt macht etwa 50% der Kosten des Explorer Passes aus, somit sparen wir bereits ab der 3. Burg.

Läuft man nach dem Burgbesuch die Straße Castlehill entlang, erreicht man die Altstadt von Edinburgh. Da unsere Ziele ab dem 4. Tag alle außerhalb von Edinburgh liegen, haben wir am Abend nach dem Burgbesuch das Mietauto vom Flughafen abgeholt um am nächsten Morgen möglichst früh loszufahren.


Um alle geplanten Ziele zu erreichen sollte man so früh wie möglich von Edinburgh losfahren. Allerdings nur so früh, dass man in etwa zur Öffnung von Dirleton Castle ankommt. Die Burg liegt mitten in einem kleinen Ort und ist noch gut erhalten. Besonders schön an einem frühen Besuch ist, dass man die Burg meistens für sich alleine hat. Weiter geht es zu Tantallon Castle. Die Burgruine liegt an der Küste und ist gewaltig. Zwar steht nur noch die Front der Burg aber diese ist 24 Meter hoch.

Als nächstes geht es zu den Klöstern bzw. Abteien Melrose Abbey und Dryburgh Abbey. Die Klöster liegen nah beieinander, trotzdem sollte man sich nicht zulange in einer der beiden aufhalten wenn man die andere auch noch besichtigen möchte. Für Dryburgh Abbey blieb uns weniger als eine Stunde um sie zu erkunden, was recht schade ist, denn die Klosterruinen strahlen eine enorme Ruhe aus und laden zum Entspannen ein.
Alternativ: Wer nicht an Melrose Abbey oder Dryburgh Abbey interessiert ist sollte sich Jedburgh Abbey anschauen. Das Hauptschiff der Kirche ist noch sehr gut erhalten und überwältigend. Die Fahrt ist allerdings etwas länger, wodurch sich die Zeit zum Besichtigen verringert.

Gesamtfahrzeit: ca. 3 Std. 40 Min. (Fahrtzeiten immer mit Fahrt von und bis zum Hotel)

Explorer Pass: Beide Burgen und beide Klöster sind im Explorer Pass enthalten, somit haben wir bereits jetzt Geld gespart!


Stirling Castle und das Wallace Monument befinden sich beide in der Stadt Stirling. Zwar gibt es vor Stirling Castle einen Parkplatz, aber dieser ist schnell voll, daher haben wir uns entschieden an einem großen Park & Ride Parkplatz in Stirling zu parken und von dort aus mit dem Bus zu fahren. Von Stirling Castle hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt und das Wallace Monument. Das Schloss war einst der Haupsitz der schottischen Könige und ist daher nicht weniger interessant und beeindruckend wie Edinburgh Castle.

Das Wallace Monument wurde im späten 19. Jahrhundert zum Gedenken an William Wallace, dem Schottischen Freiheitskämpfer aus dem 13. Jahrhundert gebaut. Das Monument steht auf einem Hügel und ist 67 Meter hoch. Von der Turmspitze hat man einen 360 Grad Panorama Blick auf Stirling und Umgebung. Um dorthin zu gelangen muss man zuerst einem Waldpfad auf den Hügel folgen und dann die unzähligen Stufen bis zur Spitze erklimmen. Ein Bus fährt vom Besucherzentrum hoch auf den Hügel, falls man sich den Wanderweg ersparen möchte.

Explorer Pass: Stirling Castle ist im Explorer Pass enthalten. Der Eintritt zum Wallace Monument kostet £10.50.

Blick auf das Loch und die umliegende Landschaft bei Inveraray

Unser Hoteltipp: Inveraray Inn – Das Inveraray Inn ist ein charmantes Hotel in dem kleinen Dorf Inveraray. Es ist das erste Gebäude welches erscheint, wenn man über die kleine Brücke in den Ort Inveraray hinein fährt. Das Hotel liegt nahe beim Wasser und bietet somit auch einen tollen Blick auf die Landschaft die Inveraray umgibt. Das Hotel bietet kostenlose Parkplätze, ein gutes Englisches Frühstück und komfortable Zimmer. Es hat uns so gut in dem Hotel und dem kleinen Ort gefallen, dass wir gerne noch einmal zurück kommen. Das Haus wirkt teilweise etwas altmodisch, was aber zum gemütlichen und charmanten Eindruck beiträgt.

Gesamtfahrzeit: ca. 2 Std. 45 Min.


Dichter Wald im Trossachs National Park

Für den sechsten Tag haben wir eine Wanderung in dem schönen Loch Lomond & Trossachs National Park geplant. Zwar fährt man von Edinburgh nach Inveraray bereits durch den Park, allerdings hatten wir uns entschieden keine zusätzliche Nacht im teuren Edinburgh zu verbringen. Zudem ist es schwierig einen Parkplatz in der Stadt zu finden, man ist also auf die Park & Ride Parkplätze außerhalb der Stadt angewiesen. Je nachdem wo man im Nationalpark wandern möchte ist die Fahrt von Inveraray länger oder kürzer. Auf der offiziellen Webseite des Nationalparks finde sich viele Wanderrouten von schwer bis leicht sowie kürzere und längere Wege, auch zum herunterladen. Leider ist alles auf Englisch. Wir haben unsere eigene kleine Route entlang des Three Loch Forest Drive rausgesucht. Wenn man dem Pfad folgt, trifft man auf die drei Seen Loch Reoidthe, Loch Achray und Loch Drunkie und läuft durch dichte Wälder. Der Weg ist dabei aber immer angenehm und leicht zu laufen. Es gibt viele Abzweigungen, daher sollte man immer sein Ziel im Auge behalten.

Gesamtfahrzeit: ca. 3 Std.


Inveraray Castle ist nur einen kurzen Fußmarsch vom Hotel entfernt. Der Weg dürfte nicht länger als 10 Minuten dauern. Falls man nicht gut zu Fuß unterwegs ist kann man aber auch den Parkplatz vor dem Schloss kostenfrei benutzen. In dem Schloss wurden Szenen für die Weihnachtsfolge 2012 von Downton Abbey gedreht. Sowohl im schönen Garten als auch in den prächtigen Räumen des Schlosses.

Als nächstes geht es zu Kilchurn Castle. Die kleine Landzunge im Loch Awe und die dahinter liegenden Hügel bieten eine tolle Kulisse für die Burgruine. Die Burg steht am äußersten Rand der Landzunge. Zwar gibt es in der Nähe einen Parkplatz, allerdings kommt man hier nicht um einen kurzen Fußmarsch durch ein Feld herum.

Hinweis: Nahe der Straße die zu Kilchurn Castle führt befindet sich der Kilchurn Castle Panorama Viewpoint. Sobald man die Burgruine in Sicht kommt, sollte man Ausschau nach einer Parkbucht am Straßenrand halten. Von dort geht es querfeldein zum Aussichtspunkt am Rande des Loch Awe. Der Weg dorthin ist allerdings sehr matschig und moorartig.

Tipp: Falls noch Zeit nach dem Besuch der Burgen bleibt, sollte man sich unbedingt das alte Gefängnis und Gericht von Inveraray Inveraray Jail & County Court anschauen. Heutzutage ist es ein Museum mit vielen Möglichkeiten die Geschichte des um 1848 geschlossenen Gefängnisses zu erleben. Viele ungefährliche Foltergeräte zum Anfassen und Benutzen für Kinder sind vorhanden. In vielen der Räume befinden sich lebensgroße Puppen, wodurch das Gefängnis und die Gerichtsräume noch ganz lebendig wirken.

Gesamtfahrzeit: ca. 45 Min.


Auf die Autofahrt durch Glencoe haben wir uns besonders gefreut. Der Pass durch das Glencoe Tal ist wunderschön und bietet unglaubliche Ausblicke. Das Titel Foto für diesen Beitrag haben wir dort geschossen. Man sollte unbedingt etwas mehr Zeit für diese Fahrt einplanen, da es viele Aussichtspunkte und Wanderwege entlang der Straße gibt, die es sich zu erkunden lohnt.

Das Glenfinnan Viadukt ist vielen aus der Film Szene von Harry Potter und die Kammer des Schreckens bekannt, in der Harry und Ron dem Hogwarts Express mit dem fliegenden Ford Anglia hinterher fliegen. Von einem Aussichtspunkt in der Nähe des Viadukts hat man einen tollen Blick auf die Brücke und Umgebung.

Das Glenfinnan Viadukt ist vor allem aus den Harry Potter Filmen bekannt

Vom selben Aussichtspunkt hat man außerdem einen guten Ausblick auf Loch Shiel und das Glenfinnan Monument, welche in der gegenüberliegenden Richtung liegen. Harry Potter Fans wird dieser Ausblick ebenfalls bekannt vorkommen, denn der See und die umliegenden Hügel dienen in einigen Harry Potter Filmen als Kulisse für die Zaubererschule Hogwarts. Das Schloss liegt direkt Ufer des großen Sees, ist aber leider nur eine Computergrafik. In der Nähe des Glenfinnan Aussichtspunkts befindet sich übrigens ein Besucherzentrum mit kostenpflichtigem Parkplatz (£3 GBP) sowie eine Bushaltestelle.

Loch Shiel dient in vielen Harry Potter Filmen als Kulisse für das Hogwarts Schloss

Zum Schluss sind wir noch durch den Ort Fort Williams gefahren und haben spontan die Burg Old Inverlochy Castle besichtigt. Zwar ist lediglicht die Außenmauer übrig geblieben, doch da der Eintritt frei ist und die Burg auf dem Weg liegt, lohnt sich der Besuch.

Explorer Pass: Nicht verwendet. Old Inverlochy Castle wird zwar von Historic Scotland betreut und ist somit im Pass enhalten, allerdings ist der Eintritt kostenfrei.

Unser Hoteltipp: Serendipity Bed & Breakfast – Das Serendipity B&B ist eine für Großbritannien typische private Unterkunft mit Englischem Frühstück inklusive. Das schöne Häus steht in einem kleinen Ort in Dalchreichart und ist gut zu erreichen. Die beiden Besitzer sind hervorragende und unglaublich freundliche Gastgeber und lassen keine Wünsche offen. Die Zimmer sind sehr hübsch und bequem eingerichtet. Außerdem haben die Zimmer private Badezimmer, daher hat man auch seine Privatsphäre. Wichtig war uns wieder eine Parkmöglichkeit für den Mietwagen, welche es direkt am Haus gibt. Das Englische Frühstück ist typisch britisch aber sehr gut. Zusätzlich stehen verschiedene Müslisorten sowie selbstgemachte Konfitüre bereit. Wir haben die Unterkunft in Dalchreichart nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Skye eingeplant, da die Weiterfahrt auf die Insel zu lange gedauert hätte.

Gesamtfahrzeit: ca. 3 Std. 40 Min.


Es ist das angeblich meist fotografierte Schloss der Welt: Eilean Donan Castle. Die Burg bzw. das Schloss liegt auf einer kleinen Insel zwischen den drei Meereszungen Loch Alsh, Loch Duich und Loch Long und war somit eine strategisch sehr wertvolle Position. Auf dem Weg zur Insel Skye fährt man unwillkürlich an der Burg vorbei. Wenn man ein Stück weiter über die kleine Brücke fährt die Loch Long überbrückt und direkt dahinter auf den Parkplatz fährt, erhält man einen tollen Ausblick auf die Burg. Danach geht es weiter über die 250 Meter lange Skye Bridge auf die Insel Skye.

Bunte Häuserreihe am Hafen in Portree

Portree ist sozusagen die Hauptstadt auf der Insel Skye. Den restlichen Tag haben wir genutzt um die Stadt ein wenig zu erkunden und in den großen Supermärkten einzukaufen und zu tanken. Allzu groß ist Portree nicht. Wir empfehlen einen Spaziergang entlang der Hafenpromenade und als Nachmittagssnack Fish & Chips!

Unser Hoteltipp: Uig Lodge – Das 3-Sterne Hotel in der Ortschaft Uig war eins unserer Favoriten und für uns sozusagen ein Überraschungshit. Der Ort liegt in einer Bucht, welche am Abend mit den beleuchteten Häusern wirklich schön ist. Das Hotel sieht man direkt von der Straße aus, allerdings handelt es sich dabei nur um die Rezeption. Die Zimmer befinden sich in kleinen Häusern hinter dem Rezeptionsgebäude, vor denen es auch genug Parkmöglichkeiten gibt. Die Zimmer selbst sind modern und gemütlich eingerichtet. Frühstück gibt es leider nur gegen Aufpreis, daher haben wir uns im Voraus ein paar Lebensmittel gekauft und gemütlich vor dem großen Fenster mit schöner Aussicht gefrühstückt.

Gesamtfahrzeit: ca. 2 Std. 10 Min.


Heute geht es zuerst in den Osten von Skye zu Dunvegan Castle. Auf einen Tipp hin sind wir um Anschluss noch ein Stück weiter bis an die Küste gefahren und haben uns den Leuchtturm Neist Point Lighthouse angeschaut. Die Fahrt dorthin ist bereits ein kleines Abenteuer mit Steigungen und steilen Abhängen. Der Leuchtturm ist verlassen und kann kostenlos besichtigt werden. Vom Parkplatz aus ist es noch ein 15-Minuten Weg mit vielen Stufen bis zum Leuchtturm. Der Turm selber kann nicht betreten werden und die Gebäude um den Turm herum sind voller Müll. Trotzdem bietet der Leuchtturm an der Steilküste einen tollen Blick und ist einen Besuch wert.

Felsformation Quiraing auf der Insel Skye

Nun geht es zurück in Richtung Westen zu der Felsformation Quiraing. Die Landschaft hier wirkt fast wie aus einem Fantasy Film à la Herr der Ringe oder der Hobbit. Wer die Landschaft erkunden möchte kann einen Wanderweg entlang der Formationen laufen. Weiter geht es zum Old Man of Storr, einer 48 Meter hohen Felsnadel, die ebenfalls aussieht wie aus einem Fantasyfilm. Leider hatten wir Pech und bei unserer Ankunft verschwanden die Felsen fast im dichten Nebel. Nahe des Old Man of Storr ist ein Parkplatz, allerdings läuft man von dort aus ca. 20 Minuten bergauf bevor man die Felsen erreicht.

Unser Hoteltipp: Saucy Mary's Lodge – Saucy Mary's ist eigentlich ein Hostel, aber es gibt auch einige Doppelzimmer mit eigenem Bad. Da es nur eine Nacht war, haben wir nach einer günstigen Unterkunft mit Parkmöglichkeit gesucht. Das Frühstück ist optional. Vom Hostel aus kann man die Skye Bridge sehen und die Burgruine Caisteal Maol. Alles in Allem waren wir zufrieden mit der Unterkunft. Die Umgebung ist sehr ruhig und bietet so etwas Entspannung auf der anstrengenden Reise. Die Zimmer sind für den Preis in Ordnung und wir haben gut in den Betten schlafen können.

Gesamtfahrzeit: ca. 4 Std. 5 Min.


Endlich haben wir die Chance Nessy zu sehen. Von Skye geht es nun zurück zur schottischen Hauptinsel in Richtung Westen zum berühmten Loch Ness. Wir hatten uns auf einen Spaziergang am Loch gefreut, doch leider führen Straßen rund um das Loch und es gibt keine Möglichkeit dort zu wandern. Wer das Loch und die umliegenden Landschaft dennoch besichtigen möchte kann eine Schiffrundfahrt buchen. Doch auch von unserem nächsten Ausflugsziel hat man einen tollen Ausblick auf Loch Ness.

Urquhart Castle liegt direkt am Ufer des Lochs und bietet so eine beeindruckende Szene. Bevor man jedoch zur Burgruine selbst kommt, sollte man sich das Museum im Besucherzentrum genauer anschauen. Hier erfährt man viel zur Geschichte von Urquhart Castle und wie man diesen Namen überhaupt ausspricht. Einigen ist der Burgfried vielleicht aus einer Szene aus dem Film Das Privatleben des Sherlock Holmes bekannt. Sherlock Holmes, gespielt von Robert Stephens, entdeckt in den Ruinen von Urquhart Castle ein geheimes U-Boot der britischen Marine, welches Dr. Watson zuvor als das Monster von Loch Ness gehalten hatte.

Explorer Pass: Urquhart Castle ist im Explorer Pass enthalten und er wurde an diesem Tag auch von uns benutzt.

Unser Hoteltipp: Bishops Park – Bishops Park ist eine Bed & Breakfast Unterkunft in Inverness. Inverness ist ein ruhiges, aber schönes Städtchen. Die Unterkunft gehört einem älteren Ehepaar, zwei sehr liebe Gastgeber, die sich beim Frühstück auch gerne zu uns gesetzt und gequatscht haben. Das Frühstück ist typisch Englisch. Das Haus der beiden Gastgeber ist wirklich schön und vor dem Haus ist auch Platz um sein Auto abzustellen. Die Zimmer sind hübsch und bequem eingerichtet mit allem was man braucht.

Gesamtfahrzeit: ca. 1 Std. 50 Min.


Zuerst geht es nach Dunrobin Castle im Norden von Schottland. Dunrobin Castle ist ein wahres Märchenschloss. Mit seinen spitzen blauen Turmdächern wirkt es wie das Schloss aus Disney's Cinderella. Es ist eine der wenigen Schlösser bzw. Burgen auf unserer Reise die sich noch in Privatbesitz befinden und eingerichtete Räume enthalten. Wer noch nie eine Falkenschow gesehen hat, kann sich diese hier ohne Aufpreis im prächtigen Garten anschauen. Neben Falken und Bussarden gibt es auch Eulen und Adler zu sehen. Auf dem Rückweg sind wir auf Empfehlung unserer Gastgeber vom Bishops Park B&B noch nach Dornoch gefahren, ein hübscher kleiner Ort in dem wir gemütlich Kaffee getrunken und Kuchen gegessen haben. Die Dorfkirche, Dornoch Cathedral, ist auch einen Besuch wert. Die Kirche stammt aus dem frühen 13. Jhd. wurde über die Jahre aber mehrmals renoviert. Eine Besonderheit ist, dass Madonna (die Popsängerin) hier im Jahre 2000 den Regisseur Guy Ritchie geheiratet hat.

Inverness Castle liegt am Fluss Ness in der Stadt Inverness

Nach dem Zwischenstopp geht es wieder zurück nach Inverness. Als Hauptstadt der Highlands ist Inverness so etwas wie die Metropole im Norden Schottlands. Leider ist Inverness Castle nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, da es heute als Gerichtsgebäude genutzt wird. Doch auch von Außen macht die Burg einiges her. Sie befindet sich in sehr gutem Zustand und wird als staatliches Gebäude sehr gut gepflegt. Inverness Castle liegt auf einer kleinen Erhöhung an dem Fluss Ness, welcher in den See Loch Ness fließt. Ein Spaziergang entlang des Flusses lohnt sich nicht nur füreinen Blick auf die Burg. Auf der gegenüberliegenden Flussseite befinden sich viele schöne alte Gebäude.

Gesamtfahrzeit: ca. 2 Std. 30 Min.


Die Sommerresidenz der Queen, Balmoral Castle, sollte auf der Reise natürlich nicht fehlen. Aber aufgepasst, zwischen August und Oktober ist das Schloss nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, da die Queen es sich hier zu dieser Zeit gemütlich macht. Wir waren leider zur falschen Zeit in Schottland und konnten Balmoral Castle so nur von weitem betrachten. Das Schloss wurde von Queen Victoria um 1830 in Auftrag gegeben und ihr Gatte Prinz Albet hat erste Skizzen für den Bau angefertigt. Balmoral Castle ist übrigens Privateigentum der Queen und nicht Teil des Crown Estate.

Unweit entfernt von Balmoral Castle liegt Braemar Castle. Bereits von weitem sticht dieses Schloss durch seine ungewöhnliche Form hervor. Der Burgfried hat an jeder Ecke einen Turm, sowie einen größeren Turm in der Mitte. Umgeben ist das Schloss von einer sternförmigen Mauer, welche zu seiner Zeit besonders gegen Artilleriebeschuss schützen sollte.

Zum Schluss geht es an die Ostküste in die Stadt Aberdeen, wo wir die nächste Nacht verbringen werden. Aberdeen ist nicht die schönste Stadt in Schottland aber sie hat ihren Reiz. Besonders zu empfehlen ist die Altstadt "Old Aberdeen" mit ihren vielen denkmalgeschützten Gebäuden. Ein Großteil der Gebäude wurde aus silbergrauem Granit gebaut, weswegen die Stadt auch den Spitznamen Silver City trägt.

Unser Hoteltipp: Mercure Aberdeen Caledonian Hotel – Das Hotel der Kette Mercure bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Zwar ist das Frühstück nicht inklusive, aber dafür gibt es einen kostenfreien privaten Parkplatz am Hotel. Das gibt es in den größeren Städten nur selten. Die Zimmer sind modern eingerichtet und die Betten sehr bequem.

Gesamtfahrzeit: ca. 3 Std. 25 Min.


Zu seiner Blütezeit muss Dunnottar Castle ein atemberaubender Anblick gewesen sein. Doch auch heute ist die zerfallene Bergruine beeindruckend. Sie steht auf einem Felsen direkt an der Küste der Nordsee. Hinter ihren Mauern geht es steil hinunter ins Meer. Der Weg zur Burg könnte für Senioren etwas beschwerlich sein. Vom Festland geht es runter in eine Art weite Schlucht und dann wieder steil bergauf zur Burg. Auf dieser Reise war Dunnottar Castle eine unserer Favoriten.

Blick auf St Andrews vom Kirchturm der St. Andrews Cathedral

Als nächstes geht es auf der A90 durch den Industrieort Dundee und wieder zur Küste in den Ort St Andrews. St Andrews ist ein schöner alter Ort und beheimatet die älteste Universität Schottlands, welche 1413 gegründet wurde. Die St Andrews Universität (engl. University of St Andrews) ist eine von Großbritanniens Eliteuniversitäten. Uns zieht es allerdings zum noch älteren St Andrews Castle, welches direkt neben der Universität steht. Nach der Besichtigung der Burg ging es weiter zur St Andrews Cathedral, die nur ein paar Straßen weiter liegt. Beim Eintritt in die Kathedrale erhält man pro Person eine Münze mit der man in den Kirchturm steigen kann und eine tolle Sicht über den ganzen Ort St Andrews hat.

Explorer Pass: Beide Bauwerke, St Andrews Castle und St Andrews Cathedral, sind im Explorer Pass enthalten. Dieser wurde an diesem Tag auch von uns benutzt.

Unser Hoteltipp: Sky Lodge Perth – Die Lodge liegt an dem kleinen Flughafen von Perth, allerdings fliegen hier nur selten und nur kleine Flugzeuge ab. Wir wurden zu keiner Zeit von Lärm gestört. Wichtig war uns bei dieser Unterkunft ein günstiger Preis, Parkplatz und inbegriffenes Frühstück, da es in der Nähe keine Restaurants oder Supermärkte gibt. Alles traf hier zu, allerdings sollte man bedenken, dass man bei dieser Unterkunft kein Abendessen bekommt und ggf. unterwegs bei einem Restaurant oder Supermarkt anhält.

Gesamtfahrzeit: ca. 2 Std. 40 Min.


Zuerst geht es zu der Burgruine Castle Campbell. Der Weg zum Parkplatz der Burg ist etwas entmutigend und wirkt nicht wie eine Straße, kann aber ohne bedenken befahren werden. Vom Parkplatz sind es noch etwa 5-10 Minuten Gehweg bis zur Burg. Um eine schöne Sicht auf die Burg mit dem Ort Dollar haben möchte, sollte den Pfad zum Dollar Glen einschlagen, welcher auf dem Weg zur Burg liegt und dort abzweigt. Allerdings ist dieser recht steil und man sollte festes Schuhwerk tragen.

Als nächstes steht Drummond Castle mit seinen schönen Gärten auf der Liste. Leider war das Schloss am Tag unserer Reise dorthin geschlosse, so konnten wir es nicht besichtigen. Da wir es jedoch in unseren Reiseplan mit eingeplant hatten, erwähnen wir es an dieser Stelle zumindest als Vorschlag.

Explorer Pass: Heute benutzen wir den Explorer Pass ein letztes Mal für Castle Campbell.

Unser Hoteltipp: ibis Budget Glasgow – Das ibis Budget Hotel ist eine günstige Variante der bekannten ibis Hotels. Die Zimmer sind etwas kleiner und es gibt kein vollwertiges Badezimmer, sondern einen kleinen Duschraum und Toilettenraum. Wenn man damit leben kann ist das ibis Budget Glasgow vom Preis her unschlagbar. Zusätzlich hat es einen kostenlosen Parkplatz und relativ gute Lage. Das Kelvingrove Museum & Art Gallery ist in 30 Minuten zu Fuß zu erreichen.

Gesamtfahrzeit: ca. 2 Std. 35 Min.


Unsere Ziele liegen heute alle in Glasgow, trotzdem empfehlen wir wegen der Flexibilität das Auto zu nehmen, da man den halben Tag sonst damit verbringt von A nach B zu laufen. Wir empfehlen zuerst die St. Mungo's Cathedral bzw. Glasgow Cathedral und die Necropolis zu besuchen. Letzteres ist ein alter Friedhof mit Gräbern und Gruften die bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück reichen. Der Friedhof liegt direkt neben der Kathedrale auf einem Hügel.

Köpfe mit verschiedenen Gesichtsausdrücken im Kelvingrove Art Gallery & Museum in Glasgow

Als nächstes geht es zum Kelvingrove Art Gallery und Museum. Hierfür sollte man viel Zeit einplanen, da es in dem Museum viel zu sehen gibt. Besonders toll ist, dass der Eintritt frei ist!

Vom Museum ist es nur ein kurzer Spaziergang zu einer der ältesten Universitäten im englischsprachigen Raum, somit also eine der ältesten der Welt. Gegründet wurde sie 1451. Besonders beeindruckend sind die Gebäude auf dem Gilmorehill, welche auch vom Museum aus sichtbar sind.

Gesamtfahrzeit: ca. 45 Min.


Am letzten Tag geht es züruck nach Hause. Die Fahrt bis zum Flughafen in Edinburgh von Glasgow ist nicht allzu lang, daher kann man je nachdem wann der Rückflug ist ganz entspannt nach Edinburgh fahren und den Mietwagen abgeben.

Gesamtfahrzeit: ca. 50 Min.


Falls Sie Fragen zu der Route oder den Sehenswürdigkeiten in Schottland haben können Sie gerne ein Kommentar hinterlassen oder uns eine E-Mail schreiben, wir melden uns dann schnellstmöglich zurück und geben gerne zusätzliche Tipps.

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