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Castell Coch





Geschichte von Castell Coch

Die frühe Geschichte der Burg Castell Coch oder walisisch Red Castle (Rote Burg) ist nicht ganz sicher. Die Normannen hatten zuerst eine Motte errichtet, die aber bald aufgegeben wurde, als das Gebiet wieder unter walisische Herrschaft war.

Gilbert de Clare, Lord of Glamorgan, besetzte das Land 1267 und hat dann vermutlich die Burg bauen lassen. Mit drei Rundtürmen und einer Ringmauer mit nur einem kleinen Innenhof wurde sie errichtet. Während der Schlacht von Bannockburn 1314... ist sie wohl von walisischen Aufständigen erobert und zerstört worden. Danach verfiel sie völlig.

Nach archäologischen Untersuchungen ließ der 3. Marquess of Bute sie dann im 19. Jahrhundert nach den noch vorhandenen Grundmauern vom Architekten William Burges wieder aufbauen. Burges starb bevor die Burg fertig war, hatte aber noch Pläne gefertigt. 10 Jahre später (1891) wurde sie erst fertiggestellt. Der Marquess hat sie danach nie mehr besucht, auch seine Familie hat sie nur wenig genutzt. Der 5. Marquess of Bute übergab die Burg 1950 dem Staat, der sie auch von Cadw verwalten lässt.

Unser Eindruck von Castell Coch

Der Weg zur Burg ist etwas steil, da sie am Hang oberhalb des River Taff liegt. Um die Burg Castell Coch zu betreten, geht man über eine Brücke durch das Torhaus, das eine Zugbrücke und ein Fallgitter besitzt. Dahinter gelangt man in einen fast runden Innenhof, der erheblich kleiner ist wie in den meisten Burgen. Es sieht romantisch aus, in der kleinen Burg. Besonders die hölzernen Galerien haben einen besonderen Reiz. Die Reste der alten Burg sind an den roten Steinen (daher auch Red Castle) zu erkennen. Für den Neubau wurden hellere benutzt....

Der Welltower verbirgt im Erdgeschoss einen Kerker, im anderen ist eine Küche aus dem 19. Jahrhundert. Im dritten, dem Größten befinden sie die Privatgemächer, die einfach wunderschön und kostbar eingerichtet sind. Im Palas befindet sich unten in der Halle eine Ausstellung über die Geschichte der Burg. Im zweiten Stock befindet sich das Speisezimmer mit einem prächtigen Deckengewölbe.

Die Burgbesichtigung ist mit vielen steilen und schmalen Treppen eher anstrengend, wenn man nicht gut zu Fuß ist. Sie ist aber sehenswert.

Überall wurden Schilder mit Erklärungen und Bildern aufgestellt, so bekommt man einiges Wissen mit auf den Weg. Auch der Audioguide bringt die Geschichte gut rüber.

Leider gibt es mittlerweile Wasserschäden in den Schornsteinen und es müssen drastische Umbauarbeiten durchgeführt werden. Das gibt in nächster Zeit sicher Sicht-Behinderungen, aber dafür wird die Burg gut erhalten für nächste Generationen.

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